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Europeiskt kontaktnät för progressiva konservativa kvinnor
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Frankreich April 07
Europe Alive – Roscoff Finistere, France,25. – 29.04.2007Teilnehmerinnen33 Frauen aus 7 Ländern trafen sich zu diesem Europe alive: 6 aus England und Schweden, 5 aus der Schweiz und Spanien, 3 aus Norwegen, 3 aus Estland und 1 aus Deutschland. Dabei wurden wir kompetent von 4 Französinnen begleitet. Aus der Schweiz waren dabei: Edith Beran, Margrit Camenzind, Elisabeth Flückiger, Lynn Mazzoti, Ljudmila Schmid.
ProgrammEs sei vorweggenommen, die Französinnen haben als sehr gute Botschafterinnen ihres Landes gewirkt. Sie haben ein attraktives Programm im Finistere zusammengestellt, ihre Organisation hat bestens geklappt und alles angenehm begleitet. Merci beaucoup.
Per Schulbus (Mittwochnachmittag schulfrei) wurden wir am Flughafen in Brest abgeholt und in das Hotel Talabor nach Roscoff gebracht, welches direkt am Meer liegt und vis a vis des Kirchenbezirkes liegt, was uns jeden Tag bretonische Athmosphäre spüren liess. Bei einem ersten Apéro und einem Abendessen (vive la cuisine française) lernten wir uns kennen. Am ersten Programmtag besuchten wir bei strömendem Regen das Musem der „Johnnies“. Die Johnnies waren Zwiebelbauern und –händler, die ihre kleinen, rosa Zwiebeln zu Zöpfen flochten und sie per Schiff nach England brachten, wo sie dann über die ganze Insel per Velo zu den Kunden gebracht wurden. Sie waren gut ein halbes Jahr unterwegs, währenddem die Frauen zu ihren Familien schauten. Das Museum zeigte anhand vieler alter Fotos wie arm die Landbevölkerung war und wie notwendig sie die Absatzmärkte suchen mussten, ungeachtet der Strapazen. Wieder bei Regen setzten wir uns anschliessend per Schiff auf die Ile de Batz über. Die Küste ist voll kleiner Inseln, diese ist wegen des botanischen Gartens und der gepflegten Wege bekannt. Ein Ausflugziel par excellence. Zum Abschied zeigte sich die Sonne. Tags darauf wurden wir nach Château de Kerjean, einem Musterbeispiel eines französischen Renaissanceschlosses mit einem Park von 20 Hektaren geführt. Ludwig der XIII bezeichnete es als „l‘une des plus belles maisons de son royame“. Nebst der Kultur, welche viel Information über ein Land gibt, wandten wir uns auch den Spezialitäten der Küche zu, d.h. wir verspeisten Crèpes in allen Varianten und tranken dazu den typischen „cidre“. So gestärkt besuchten wir den mit einer Mauer umfassten Kirchenbezirk von St-Thégomec, mit (nach einem fahrlässigen Brand) frisch renovierten Kirche, Totenkapelle, Calvaire von 1610 und Triumph-Tor. Dieser Tag fand seinen Abschluss bei einem netten Empfang durch den Bürgermeister im Rathaus von Roscoff. Zu unserer freudigen Ueberraschung kam der Bürgermeister in Begleitung von sechs Damen, welche verschiedene Verantwortungen in der kleinen Stadt übernehmen und die zu einem regen Austausch beitrugen. Am letzten gemeinsamen Tag – bei immer besserem Wetter – wurden wir nach Morlaix geführt. Wir konnten den vielfältigen Samstagsmarkt erleben und anschliessend den Lunch in der „Brasserie de l’Europe“(!!!) geniessen. Anschliessend eine Besichtigung des Maison à Pondalez, eines typischen Bohlenständerhauses aus dem 16. Jahrhundert. Dieser Typ des Holzhauses ist in Frankreich offenbar selten. Als Ueberraschung zum Abschluss unseres Besuches wurden wir in das Penanault-House, ein typisches Handelshaus aus dem XVI. Jahrhundert, eingeladen. Seit kurzer Zeit sind Frau Marie-Paul Cargon und ihr Gatte Besitzer dieses schönen Hauses. Frau Cargon ist Bretonin, lebt in Paris, ist aber mit der Gegend sehr verbunden. Das Haus soll künftig auch für Empfänge und Apéros vermietet werden. In diesem Zusammenhang erhielten wir Einblick in das frühere Leben von Morlaix, welches durch Farbrikation und Handel mit Segeltuch für die damaligen Handelsschiffe wohlhabend geworden war. Mit einem grossen Dank aller Delegationen an die gastgebenden Französinnen und einem festlichen Abschiedsdiner fanden diese Tage ein schönes Ende.
Schlussbemerkungen Es wurde verschiedentlich angemerkt, dass diese Zusammenkunft viel Kultur aber wenig Politik und Arbeit beinhaltet habe. Dabei wird aber ausser acht gelassen, dass die gut bemessene Zeit für Gespräche und Erfahrungsaustausch genutzt werden konnte. Und über die historischen Erkenntnisse kann auch eine Brücke zwischen dem sozialen Leben damals und heute geschlagen werden. Das Programm war sehr ausgeglichen und alles funktionierte bestens – un grand merci à Marie-Paule und ihr Team. Ich kann die Präsidentin verstehen, wenn sie sagt für Europe alive stehen die Frauen Kolonne, für die Kommissionen finden sie keine, Es scheint für Frauen ein Bedürfnis zu sein, sich unter ihresgleichen zu finden, bei kulturell und gesellschaftlich angenehmer Begleitung. Wie die beiden Anliegen sich annähern könnten, wäre zu diskutieren.
Margrit Camenzind, Frauenfeld, der Schweitz
© 2008 EUW Europeiska Kvinnounionen Svenska sektionen. Ordförande Walburga Habsburg Douglas
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